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SVP Stadt Luzern erfreut über Einigung bei Salle Modulable

Skizze des Salle ModulableDie SVP Stadt Luzern hat mit grosser Erleichterung zur Kenntnis genommen, dass der lange Rechtsstreit um die Schenkung von Mäzen Engelhorn beigelegt werden konnte. Das überaus grosse Geschenk ist eine einmalige Chance für die Stadt Luzern, die verfahrene Situation im Luzerner Theater nachhaltig zu lösen. Mit einem schnellen und pragmatischen Vorgehen und einiger Sensibilität bezüglich der Finanzierung, kann für Stadt wie auch Kanton Luzern ein Gewinn erzielt werden. Von zentraler Wichtigkeit ist dabei die Standortfrage, die eigentlich gar keine ist: Der Salle Modulable muss am Standort des bestehenden Luzerner Theaters gebaut werden.

Die Stadt Luzern verfügt über ein überaus teures, aber leider nur regional bekanntes Luzerner Theater. Dieses wird bisher von Stadt und Kanton mit insgesamt 21 Millionen Franken pro Jahr subventioniert. 70 % davon trägt der Kanton und 30 % die Stadt Luzern. Der Selbstfinanzierungsgrad liegt unter 20 % oder anders gesagt: Das Luzerner Theater ist ein Millionengrab. Da es gemäss Luzerner Theater an bauliche Grenzen stösst, solle es neu gebaut werden. Geschätzt werden die dafür notwendigen Kosten auf ca. 80 Millionen Franken. Dies würde bei gleichem Kostenteiler für den Kanton Investitionen in der Höhe von 56 Millionen und für die Stadt rund 24 Millionen bedeuten. Es liegt auf der Hand, dass angesichts der finanziellen Situation von Stadt und Kanton Luzern eine solche Investition nicht tragbar wäre. Zudem ist es aus Sicht der SVP Stadt Luzern inakzeptabel für ein Regionaltheater, zumal die laufenden Kosten dadurch wohl noch zunehmen würden. Ein Neubau kommt also nicht in Frage.

Durch das Gerichtsurteil beim Salle Modulable ist nun eine Lösung für dieses Problem in Griffnähe gerückt. Die Forderung des Mäzen Christof Engelhorn ist klar: Der Salle Modulable muss in Gehdistanz zum Bahnhof erstellt werden. Diese Voraussetzung ist beim Theaterplatz erfüllt. Die anderen beiden im Moment zur Diskussion stehenden Standorte Inseli und Schotterplatz Inseliquai sind aus unserer Sicht keine Optionen. Der Schotterplatz Inseliquai ist unattraktiv für einen solchen Kulturbau. Und das Inseli dürfte bei der Bevölkerung auf massive Gegenwehr stossen. Zudem würde die Integration des Luzerner Theaters in den Salle Modulable in einen dieser beiden Standorte dazu führen, dass das bestehende Theatergebäude umgenutzt würde, zum Beispiel für die alternative Kulturszene. Dies dürfte dann weitere hohe Subventionen nach sich ziehen.

Würde der Standort beim Theaterplatz sein, müsste das bestehende Gebäude wohl abgerissen und neu gebaut werden. Da die Bahnhofstrasse auf dem Theaterplatz in absehbarer Zeit gesperrt wird, steht zusammen mit einem Teil der Rasenfläche neben der Jesuitenkirche ausreichend Platz zur Verfügung, ohne der Jesuitenkirche zu nahe zu kommen.

Aus heutiger Sicht dürften die Baukosten für den Salle Modulable einiges über den zur Verfügung stehenden 80 Millionen Franken liegen, die von der Schenkung Engelhorns nach Projektierung, Rechtlichem, Buchhaltung und Administration übrig bleiben. Würde der Bau auf dem bestehenden Gelände zu stehen kommen, müsste der Theaterbetrieb sicher für zwei Jahre eingestellt werden. Die daraus frei werdenden Gelder durch den Wegfall von Subventionen dürften zusammen mit weiteren privaten Sponsoren einen Investitionsbetrag von insgesamt 110 – 120 Millionen Franken ermöglichen, ohne dass Stadt und Kanton zusätzliche Investitionskosten zu tragen hätten.

Dabei muss von Anfang an berücksichtigt werden, dass der Salle Modulable eine nationale und internationale Ausstrahlung erhalten muss, ähnlich wie dies das KKL hat. Nur so erreicht er eine gewisse Wertschöpfung für die Stadt und den Kanton Luzern, die über die Eintrittstickets hinausgeht. Die laufenden Kosten dürfen aber auf keinen Fall höher sein als heute. Im Gegenteil: Mit attraktivem Programm ist dafür zu sorgen, dass der Selbstfinanzierungsgrad wesentlich höher liegt als beim heutigen Luzerner Theater. Dies entlastet nachhaltig die Finanzen von Stadt und Kanton Luzern.

Die Stadt und der Kanton Luzern stehen in der Verantwortung, einen für die Bürger und Steuerzahler tragbaren Salle Modulable zu erstellen. Damit kann die Vision Christof Engelhorns erfüllt werden, die Finanzen von Kanton und Stadt werden durch den Wegfall des Luzerner Theaters in der bestehenden Form geschont und die Stadt Luzern erhält ein neues Wahrzeichen mitten im Herzen der Stadt, das durch sein Angebot und seine Programmgestaltung internationale Ausstrahlung erlangt und von der Bevölkerung des ganzen Kantons Luzern mitgetragen wird.